Am Morgen krabbelten wir über unsere Obstwiese zum Frühstück. Wir haben uns vorgenommen zügig zu starten, damit unsere Berliner Jungs noch das volle Paddelvergnügen genießen konnten.Während wir schon bei Abwasch und Zeltabbau waren, kam uns ein eingefleischtes Paddelpaar entgegen und fragte bewundernd woher denn diese Kinder kämen, die sich so leise und zivilisiert verhielten. Sie hatten mit einer bis spät in die Nacht lärmenden, unordentlichen Horde gerechnet, aber nicht damit, daß sie nach 22 Uhr selbst die Lautesten waren.Schnell waren die Boote beladen und wir auf dem Weg. Hinauf ging es die Havel über kleine Kanäle und Seen. Am Ende des Pagelsees mussten alle Boote aus dem Wasser und rauf auf eine uralte Lorenbahn. Vier Boote pro Wagen. Vollgestopft mit all unserem Kram und den Vorräten kam da einiges an Gewicht zusammen. Mit vereinten Kräften wuchteten wir die Kanus auf das Ding und schoben los. 700 Meter weit. Am anderen Ende bedurfte es ein paar gesunder Snacks und Süßwaren bevor es weiter gehen konnte. Die Sonne bequemte sich dann auch endlich mal nach draußen und ermöglichte uns Einblicke in das glasklare Wasser der Havel. Nach und nach schälten wir uns aus unseren Zwiebelschichten. Am Morgen hatte es noch 14 Grad.Sehr zeitig kamen wir am Zielort, dem Havelursprung, an und bauten unser Lager auf. Eigentlich wollten wir die Berliner Jungs am Zeltlager verabschieden, aber unsere Kuschelgruppe ließ es sich nicht nehmen die 4 gemeinsam an den Bahnhof zu bringen um sie dort zu verabschieden. Nach zahllosen Umarmungen und wildem Winken hüpften sie in den Zug und wir tappten leicht dezimiert nach hause.Schnell fiel auf, dass ein wichtiger Teil der Gruppe fehlte. Wir sind halt doch unglaublich zusammengewachsen über die Tage. Was hilft besser gegen Liebeskummer als Eis? Vermutlich wenig. Also haben wir uns das größte Eis der Welt besorgt. Danach ließen wir den Abend mit Grillfleisch und Lagerfeuer bei herrlichem Seeblick ausklingen.Jetzt geht es langsam ins Bett, damit wir morgen auch noch unsere letzte Etappe bewältigen.




